Heute ist ein Montag. Und denen gegenüber bin ich gar nicht so negativ eingestellt. Wirklich nicht. Aber heute habe ich lange mit mir gehadert. Und zwar damit, warum ich nicht vom Augen-auf-Moment am Morgen an (wie sonst so oft) gute Laune verspüre (und dies trotz der Aussicht auf einen spannenden und schönen Tag)!
Aus dem Bett zu kommen war schon schwer. Es ging kaum. Und Yoga war heute morgen eine echte Pflichtübung. Kein echter Quell der Freude. Und auch das Frühstück...- ihr könnt es euch sicher denken. Und all das, weil ich schlicht und einfach nicht ausgeschlafen war. Nicht, dass es sich nicht gestern schon abgezeichnet hätte. Wer erst um kurz vor ein Uhr einschläft, der muss sich nicht wundern, wenn die Augen um 5:45 am Morgen nicht so richtig aufgehen wollen. Jedenfalls nicht, wenn man wie ich schon so seine sieben Stunden Schlaf braucht. Mittlerweile weiß ich nämlich, dass ich nach sieben Stunden ausgeruht bin. Und zwar wirklich richtig ausgeruht, guter Dinge und dann habe ich - quasi automatisch - gute Laune. Und wen wundert es: Eine kleine Umfrage in meinem Umfeld (ok, keine wissenschaftlichen Bedingungen) ergab: Es geht allen so. Die Angaben zum Schlafbedarf variieren zwar zwischen "brauche nur sechs Stunden" bis "muss mindestens acht Stunden Schlaf bekommen". Aber alle sind sich einig: Schlafen macht gute Laune und unausgeschlafen sein empfinden alle als unangenehm. Nicht umsonst wird Schlafentzug als Folter eingesetzt. Das passt zu meiner Wahrnehmung. Und noch viel mehr: Gretchen Rubin zitiert in ihrem Buch "Das Happiness Projekt" eine Studie, in der zu enge Geschäftstermine und ein schlechter, nächtlicher Schlaf zu den wichtigsten Faktoren gehören, die unsere Stimmung negativ beeinflussen können. Und sogar noch eine weitere Studie, die besagt, dass eine Stunde mehr Schlaf pro Nacht mehr zum Glücksgefühl beitragen kann als eine Gehaltserhöhung von ganzen 60.000 Dollar. Wahnsinn! Es macht also durchaus großen Sinn auf ausreichend Schlaf zu achten (alle Familien mit Kindern im Kleinkindalter hören kurz weg und üben das Mantra: "Auch diese Zeit wird vorüber gehen."). So einfach kann man glücklicher werden? Ich denke schon. Jedenfalls wenn es um Grundvoraussetzungen für Glück geht.
Für das Einschlafen (wem es schwer fällt) gibt es eine Vielzahl guter Tipps. Hier ein kleiner Auszug:
- Beruhigenden Tee trinken (aber nur eine Tasse, fürs Durchschlafen). Gute Mischungen hält jeder Teeladen bereit. Ich mag (danke für den Tipp) Pukka "Relax" - schmeckt gut und macht -gähn- schön müde.
- Nicht zu spät essen. Zwischen essen und schlafen sollten im Idealfall drei Stunden liegen.
- Ein Stück Schokolade (hoher Kakaoanteil) wiederum kann helfen.
- Wer sehr gestresst ist, muss Entspannung üben. Autogenes Training, Meditation, Yoga helfen Anspannungen abzubauen und man lernt den Körper schnell auf Entspannung "umzuschalten".
- Achtung auch bei Glaubenssätzen rund um das Thema Schlaf (siehe auch selbsterfüllende Prophezeiungen): "Ich kann nicht vor Mitternacht einschlafen!" als Lebensmantra führt dazu,...(Überraschung! Trommelwirbel!)... dass man vor Mitternacht nicht einschlafen kann.
- Wer im Bett dazu neigt im Kopf To Do Listen durch zu gehen, dem kann ein Zettel am Bett helfen. Aufschreiben was einfällt, dann an etwas anderes denken
- Ein sehr langweiliges Hörbuch kann ebenfalls den Kopf "ausschalten". Aber Achtung! Nichts Spannendes! Es muss schon so richtig langweilig sein, sonst wirkt es nicht.
- Mir hilft lesen. Und zwar Fachbücher. Das macht mich müde und das sehr schnell.
Soviel also dazu. Wer glücklich sein will, muss schlafen. So einfach. So gut. und das heißt für mich jetzt: Ich muss ins Bett. In diesem Sinne: Gute Nacht!
Labels: Entspannter Alltag